Amsterdam, die kulturelle Hauptstadt
Der Rotlichtbezirk, die Grachten und ein enormes Angebot an kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen: in Amsterdam kann man immer etwas erleben. Und das Fahrrad ist das ideale Transportmittel, um diese lebendige Stadt zu entdecken.
Jährlich besuchen fast 4 Millionen Touristen die Stadt am IJ, bummeln entlang der Grachten und Gassen im Zentrum, besuchen Höhepunkte wie das Rijksmuseum, Van Gogh Museum, Stedelijk Museum, den Dam und den Vondelpark. Amsterdam ist nicht nur bekannt als kulturelle Hauptstadt der Niederlande, sondern auch als ein Freiplatz mit einem offenen und freien Charakter. Der erlaubte Verkauf von Cannabis in den „Koffieshops“, die Wallen mit Fensterprostitution, die vielen Menschen aus aller Herren Länder, die in Amsterdam ein neues Zuhause gefunden haben: Touristen staunen über so viel Toleranz. In Amsterdam geht nicht alles, aber schon ziemlich viel.
Der wichtigste Grund für die Entwicklung der Stadt Amsterdam ist ihrer vorteilhaften Lage am Fluss IJ zu danken. Das IJ war ein Meeresarm der Zuiderzee und damit war eine Verbindung zwischen Amsterdam und der früheren Zuiderzee geschaffen. Im 14. Jahrhundert trieben Amsterdamer Kaufleute einen lebhaften Handel mit Hamburg und verschifften Bier, Hering und Getreide. Die Stadt wuchs zu einer gefürchteten Konkurrenz der Hansestädte heran und hatte seinen Höhepunkt im Goldenen Zeitalter (17. Jahrhundert). Auch die Vereinigte Ostindische Kompanie (VOC), die mächtigste Organisation von Kaufleuten, die Handel mit Indien (Asien) trieb, sorgte für viel Arbeit in dieser Region. Darum sind so viele VOC-Schiffe in Amsterdam gebaut worden.
Die Zuiderzee hatte aber auch einen Nachteil: sie war nicht tief genug für große und schwer beladene Seeschiffe. Auch die Untiefe bei der Insel Pampus war ein Hindernis: Die Handelsschiffe lagen regelmäßig vor dieser Insel vor Anker und warteten auf die richtigen Gezeiten, um zum Amsterdamer Hafen weiterfahren zu können. Die Schiffer, die sich auf der Reede von Pampus mit Alkohol voll laufen ließen, gaben „vor Pampus liegen“ dadurch eine neue Bedeutung: So wird heute in der niederländischen Sprache zum Ausdruck gebracht, wenn jemand betrunken ist oder sich kaum noch bewegen kann.
Das Problem der Erreichbarkeit des Hafens von Amsterdam wurde im 19. Jahrhundert nach dem Bau des Nordseekanals gelöst. |